Berghexe
Rücken Sie Ihre Augen ins rechte Licht
Geschichte der Berghexe
Das Wort Hexe ist erst im späten Mittelalter durch die Hexenverbrennung bekannt geworden. Es wurde abgeleitet von der alten Form "Hagazussa", das wörtlich übersetzt "Hagreiterin oder Zaunreiterin" heißt. Der Begriff "Hexe" ist vielseitig und beinhaltet sowohl ein menschenfressendes Wesen wie auch eine liederliche Weibsperson oder auch einen Spaßmacher.
An fliegende weibliche Wesen und Dämonen glaubte man schon in mythischer Vorzeit. Aufgrund des altgermanischen Götterglaubens zogen dann sogenannte Moor-, Wald-, Kräuter-, Berg- und Wetterhexen in den Köpfen ein. Da man ja an einen Herren für das Gute glaubte der seine Engel aussendet war ein Kompromiss für einen Gegensatz schnell gefunden. Hier bekam der das böse verkörpernte Satan kurzerhand böswillige Weiber an seine Seite.
Eine alte Schwarzwaldsage erzählt von Hexentreffen auf dem Kandel beim "Hexentanzplatz". Dort haben sich wohl einige hundert Hexen zur "Großen Fastnacht" versammelt. Große Fastnacht war zur Walpurgisnacht, zu Johannis oder zu Bartholomäus, also an jenen Tagen an denen germanische Opferfeste gefeiert oder Gerichtstage abgehalten wurden. Sie flogen von allen Seiten, meist auf gesalbten Stöcken (Besen) herbei. Trat eine Jungfrau zum ersten Mal in den Kreis, wurde sie mit einem Kränzchen versehen und ihr wurde der Ehrenplatz eingeräumt. Auch genossen sie die besondere Kunst des Hexenmeisters. Alte, hässliche Weiber hingegen durften die Laternen halten oder die Teller waschen. Bei diesen Festen wurde ausgiebig gespeist und getrunken. Salz und Brot fehlten aber auf der Tafel. Bis der Tanz begann blieb die Gesellschaft still, keiner durfte sich mit einer anderen unterhalten. Dann wurde laut getrommelt und gepfiffen. Die Hexen fingen an wilde Tänze aufzuführen, dann tanzten alle im Kreis, wobei aber jede der anderen nur den Rücken, niemals das Gesicht zuwandte.

